Schmid will den Spengler-Cup-Titel verteidigen

27.12.25 - Von Pascal Zingg

Gottéron-Stürmer Sandro Schmid, musste letztes Jahr wegen einer Verletzung auf den Spengler Cup verzichten. Nicht zuletzt wegen dieses Mankos, will der Ur-Fribourger den Titel in diesem Jahr unbedingt verteidigen.

Fribourg-Gottéron war beim letzten Spengler Cup die grosse Geschichte. Nach einem Trainerwechsel kurz vor dem Turnier konnten die Drachen in Davos neue Energie tanken. Der Turniersieg sorgte dafür, dass Gottéron auch in der Meisterschaft aus der Krise fand. Rund ein Jahr später steht das Team an einem ganz anderen Punkt. «Es ist viel passiert. Letztes Jahr nach Weihnachten ging es aufwärts, weshalb es im Moment sehr viel Spass macht in diesem Team zu spielen», erklärt Sandro Schmid. Speziell bei Gottéron ist, dass «Notnagel» Lars Leuenberger mittlerweile ins zweite Glied getreten ist und seit Sommer Head Coach Roger Rönnberg assistiert. Obwohl die beiden Coaches schon vor der Ankunft des Schweden in regem Austausch standen, habe sich seit Sommer einiges verändert. «Wahrscheinlich macht es die Sache ein bisschen einfacher, dass Lars bereits letzte Saison mit Roger kommuniziert hat. Er konnte bereits einige Dinge einbauen. Trotzdem durften wir nach dem Trainerwechsel nochmals viele Sachen lernen», erinnert sich Schmid. Durch den Wechsel im Trainerteam sei es dann auch nicht verwunderlich, dass Fribourg noch Luft nach oben habe. «Man kann nicht erwarten, dass es von einem Moment auf den perfekt läuft. Ich finde es gut, dass Roger Schritt für Schritt nimmt und nicht alles auf einmal einbaut», erklärt Schmid. Der Systemwechsel dürfte dann auch der Grund sein, dass Fribourg eher verhalten in die Meisterschaft gestartet ist. 

Mit den guten Resultaten in den letzten Wochen haben die Saanestädter jedoch klar gemacht, dass sie in diesem Jahr zu den Spitzenteams in der Meisterschaft gehören. Dank dieser Ergebnisse zählen sie auch zu den Favoriten beim diesjährigen Spengler Cup. Für Sandro Schmid wäre es der erste Titel. Weil der Fribourger Kultspieler im letzten Jahr verletzt war, bestritt er gegen Sparta Prag sein erstes Spengler-Cup-Spiel. «Das war ein tolles Gefühl bei diesem Turnier auf dem Eis zu stehen. Ich freue mich bereits jetzt auf die weiteren Spiele», strahlt der Stürmer. Dabei lässt er keine Zweifel offen, welchen Stellwert das Turnier bei seinem Team geniesst. «Der Spengler Cup ist ein historisches Turnier und geniesst bei uns und den Fans einen sehr hohen Stellenwert. Es ist uns deshalb wichtig, dass wir uns von der besten Seite zeigen können», gibt Schmid zu bedenken. Aufgrund der grossen Bedeutung gibt es für den HC Fribourg-Gottéron deshalb an diesem Turnier nur eine Mission. «Wir haben im letzten Jahr gewonnen und wollen den Titel dieses Jahr verteidigen», erklärt Schmid selbstbewusst. Neben den grossen Ambitionen auf dem Eis, gibt der Fribourger Stürmer aber auch zu bedenken, dass ein solches Turnier auf hohem Niveau besonders viel Spass macht. «Es ist nur schon cool, einmal gegen andere Mannschaften als in der Meisterschaft zu spielen», so Schmid. 

Lauscht man den Worten von Sandro Schmid, so merkt man, dass sich der HC Fribourg-Gottéron nicht nur auf dem Eis gewandelt hat. Musste bei der letzten Teilnahme erst einmal Selbstvertrauen aufgebaut werden, steht nun eine gefestigte Mannschaft da. Dies zeigte sich auch im Startspiel gegen Sparta Prag, als die Fribourger die klar bessere Mannschaft waren. Legen die Saanestädter gegen IFK Helsinki eine ähnlich gute Leistung hin, winkt ihnen deshalb auch in diesem Jahr die direkte Qualifikation fürs Halbfinale.  
 

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