Fahrni will am Spengler Cup neuen Schwung holen

28.12.25 - Von Pascal Zingg

Neben den Schweizer Vertretern aus Davos und Fribourg, kann auch IFK Helsinki auf eine gewisse Swissness am Spengler Cup zählen. Verstärkungsspieler Joshua Fahrni möchte sich nach überstandener Verletzung beim Turnier für weitere Aufgaben bei den SCL Tigers empfehlen.

Joshua Fahrni ist einer von drei Schweizer Spielern, die den finnischen Vertreter IFK Helsinki am diesjährigen Spengler Cup verstärken. «Aufgrund einer Verletzung habe ich rund zwei Monate der Meisterschaft verpasst. Mein Agent hat deshalb zusammen mit den SCL Tigers eingefädelt, dass ich am Turnier Spielpraxis sammeln kann», erzählt der Stürmer. Obwohl er erst am 26. Dezember zum Team gestossen ist, habe er Probleme gehabt sich ins Spiel einzufügen. «Am Anfang war ich etwas aufgeregt. Am Schluss sind wir aber alle da um Eishockey zu spielen. Die Mentalität ist deshalb bei allen ähnlich, weshalb ich schnell aufgenommen wurde», erklärt Fahrni. Hatte der Stümer in der Garderobe keine Mühe sich zu integrieren, fühlt er sich auch auf dem Eis wohl. «Das Spielsystem ist nicht komplett anders als jenes in Langnau. Sie zaubern nicht, sondern spielen es relativ einfach», gibt er zu bedenken.

Dank den guten Voraussetzungen freut sich Fahrni, in diesem Jahr am Spengler Cup teilnehmen zu dürfen. «Es ist etwas Neues, ein Turnier gegen internationale Mannschaften zu bestreiten», erklärt er. Dabei führt er aus, dass die Stimmung beim Spengler Cup immer sehr speziell sei. Das Ziel für den gebürtigen Thuner ist es dann auch die Spiele zu geniessen. Mit gutem Spiel möchte er aber auch Werbung in eigener Sache machen. «Solche Spiele sind immer ein Schaufenster, sei es nun am Spengler Cup oder in der Meisterschaft», erklärt Fahrni. Der Stürmer ist sich dabei bewusst, dass sein Vertrag bei den SCL Tigers Ende Saison ausläuft. Da Fahrni gerade von einer längeren Verletzungspause zurückkommt, sei die weitere Karriereplanung zuletzt nicht immer im Vordergrund gestanden. «Der Vertrag ist aber trotzdem immer im Hinterkopf, wenn du nicht weisst, wo du nächste Saison spielst», gibt der Stürmer zu bedenken.

Die Vertragssituation bei Fahrni ist auch deshalb kompliziert, weil er bei den Emmentalern bisher noch nicht die erhofften Leistungen bringen konnte. Nach zwei guten Jahren in Bern, konnte er sich in Langnau bisher noch nicht durchsetzen. So wurde Fahrni bei den Emmentalern oft nur als 13. Stürmer eingesetzt. «Der Weg den Berg hinauf ist nicht immer geradlinig. Einige Spieler brauchen einfach ein bisschen mehr Zeit, bis sie die Erwartungen erfüllen können», gibt er zu bedenken. Obwohl Fahrni noch immer das Vertrauen der SCL Tigers spürt, scheint ungewiss, ob sein Weg in Langnau weiter geht oder ob er sich in der nächsten Saison bei einem neuen Club versuchen wird.

Gerade weil der junge Stürmer noch immer auf der Suche nach seiner Bestform ist, scheint der Spengler Cup eine gute Gelegenheit für Fahrni zu sein, um nach seiner Verletzung neuen Schwung zu holen. Dank der hohen Intensität und der internationalen Härte am Turnier hat er die Gelegenheit seine Form in Davos auf ein höheres Level zu schrauben und sich so optimal auf die weiteren Aufgaben bei den SCL Tigers vorzubereiten.